Eine Woche vor der Wahl…

…sollten wir eigentlich auch noch was zum Thema sagen.

Aber wie sich in den letzten 2 Jahren herausgestellt hat, haben wir es nicht so mit „kurz und knackig“.

Deshalb lassen wir heute einerseits dieses Video von „Heimat ohne Hass“ sprechen…

…und wollen andererseits diesen Text von Hans-Henning Scharsach, dem Autor von „Strache – Im braunen Sumpf“ empfehlen…

Immer wieder haben sich FPÖ-Politiker im Internet als heimliche Neonazis bzw. Freunde von Neonazis geoutet. Das gilt nicht nur für die Rechtsausleger rund um Strache, der seine Neonazi-Vergangenheit bis heute leugnet und dafür die journalistischen Aufdecker verleumdet. Das gilt auch für jene, die als „gemäßigt“ gelten. 
So hat auch die blütenblaue Weste des vermeintlichen „Alibi-Liberalen“ Norbert Hofer braune Flecken bekommen. Er war Mitglied einer Internet-Community mit dem unverfänglichen Titel „Besseres Europa“, die sich bei näherem Hinsehen als gut getarnte Neonazi-Organisation von eindeutig positionierten Administratoren entpuppt: Yvonne Klüter gibt sich als begeisterte Freundin von Hermann Göring zu erkennen, Roland Scheutz stellte Sprüche wie diesen ins Netz: „Trau keinem Fuchs auf grüner Heid – und keinem Jud bei seinem Eid.“

Auf Hofers Facebook-Konto, das nur für Freunde zugänglich ist, fand sich unter anderem eine Frau mit dem klingenden Namen Amanda Alice Maravelia, die als politische Einstellung „NS/NPD“ angibt, sich zu einem „starken Staat“ basierend auf dem Prinzip „Ein Volk, ein Reich, ein Führer“ bekennt, Hakenkreuze postet und mit Norbert Hofer „bis zum Endsieg“ befreundet ist.

Der Facebook-Auftritt, den Maravelia da gestaltet hat, ist geschmückt mit NS-Symbolen, NS-Plakaten, SS-Uniformstücken und NS-Devotionalien. Unübersehbar sind die großformatigen Hakenkreuze und Parolen wie „Ruhm und Ehre der Waffen-SS“ und „Unsere Ehre heißt Treue“.

Die Freundesliste von Maravelia, liest sich wie ein „Who is Who“ der Neonazi-Szene. 
Bis zu ihrer Enttarnung las sie sich auch wie ein „Who is Who“ der FPÖ. Unter anderem fanden sich darauf der Wiener Klubobmann Johann Gudenus, der Wiener Landesparteisekretär und Bundesrat Hans-Jörg Jenewein, sein Bundesrats-Kollege Johann Ertl, der Europaabgeordnete Franz Obermayr, der burgenländische FPÖ-Chef Johann Tschürtz, die Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz, die Nationalratsabgeordneten Susanne Winter, der oberösterreichische Spitzenkandidat Elmar Podgorschek, der Landesobmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer Kärntens, Alexander Petschnig, dazu ganze Landesorganisationen, Ortsgruppen, Landtagsabgeordnete, Bezirksräte, Gemeinderäte und eine lange Reihe kleiner FPÖ-Funktionäre.

Die FPÖ ist fester Bestandteil eines weit über Österreichs Grenzen hinaus reichenden Neonazi-Netzwerks, dessen menschenverachtende Inhalte und dessen offen zur Schau gestellte Gewaltbereitschaft einen unverhüllten Anschlag auf die Menschenrechte darstellen, alle gesetzlich gezogenen Grenzen verletzen und in der demokratischen Kultur ohne Beispiel sind. Von den Spitzen der Partei-Hierarchie bis in die braunen Rüpelkeller an der Basis ist die FPÖ mit braunen Geschichtsfälschern, Auschwitz-Leugnern, Hitler-Verehrern, Antisemiten, Rassisten, Gewalttätern, Terroristen und Kriegshetzern vernetzt, verlinkt und befreundet. Sie ist fester Bestandteil eines Netzwerkes, das mit Hakenkreuzen, Nazi-Parolen, NS-Symbolen und nationalsozialistisch inspirierten Hassbotschaften offen zu religiöser Schändung, Gewalt, Mord, Krieg und der Wiederinbetriebnahme von Konzentrationslagern aufruft.

Auf der facebook-Seite „Türkei nicht in die EU“, bei der Strache als Administrator aufschien, wurde zum „abschlachten“ von Moslems aufgerufen, zur „Freisetzung von Giftgas“, zum „Bombenregen auf islamischen Boden“.

Auf der Fan-Club-Seite, die Strache für seine Anhänger gestalten lässt, löste eine provokante Aktion linker Künstler eine Lawine aus Menschenverachtung und Mordlust aus: Zitate: „Drecksgesindel“, „stinkende Moslem-Sau“, „an die Wand“, „erschießen“, „steinigen“, „ertränken“, „aufhängen“, „an den Galgen“, „an die Laterne“, „anzünden“…

Trotz Anzeigen und Klagedrohungen blieben diese Texte viele Wochen online. Erst als der mediale Druck zu groß wurde, ließ der FPÖ-Chef zumindest die strafrechtlich relevantesten Postings löschen. Einträge wie Balkanaff, Abschaum oder „linke Zecken“ durften bleiben.

(Andere Beispiele sind hier zu finden.)

Und noch etwas durfte bleiben, Zitat: „Eini in den Zug und ab nach Mauthausen. Wir brauchen nur die Weichen stellen und den Strom aufdrehen.“

Auf der von Martin Graf gegründeten und von seinen Mitarbeitern betreuten Internet-Zeitung „unzensuriert“ durfte ein User „Freiheit für Küssel“ und – in typischem Neonazi-Jargon – „Freiheit für alle politischen Gefangenen“ fordern.

Von JournalistInnen auf braune Botschaften ihrer Internet-Community angesprochen meint die wegen Verhetzung vorbestrafte steirische Abgeordnete zum Nationalrat, Susanne Winter, sie sei „nicht verpflichtet“, die politische Einstellung ihrer Facebook-Freunde „zu prüfen“.

Prüfen? Was könnte man „prüfen“ auf Seiten, die großformatige Hakenkreuze, SS-Runen, SS-Sprüche und Nazi-Symbole abbilden, die Landkarten Großdeutschlands oder Logos des Ku-Klux-Klan zeigen? Was sollte man „prüfen“ auf Seiten mit Fotos von „Autonomen Nationalisten“ beim Werfen von Molotow-Coctails oder Fans mit Hitlergruß?

(Text stammt von Hans-Henning Scharsach und ist hier zu finden.)

Unsere Empfehlung zur Nationalratswahl…

Jeder sollte mal 2 Schritte zurücktreten und sich die Partei seiner Wahl mal etwas aus der Ferne ansehen und dann sein Gewissen prüfen, ob er die richtige Wahl getroffen hat.

Diese Empfehlung gilt explizit für alle Parteien, die zur österreichischen Nationalratswahl 2013 angetreten sind!

Abschließend noch ein Zitat aus dem Film „Bulworth“

„All we need is a voluntary, free-spirited, open-ended program of procreative racial deconstruction. Everybody just gotta keep fuckin‘ everybody ‚til they’re all the same color.“

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3 Antworten zu Eine Woche vor der Wahl…

  1. belgma schreibt:

    Hat dies auf belgma rebloggt und kommentierte:
    Die FPÖ ist noch immer zerfressen vom rechten Rand und zeigt selbst keine Bemühung, etwas gegen diese Entwicklung zu tun. Deshalb sollten sich alle Österreicherinnen und Österreicher am 29. September genau überlegen, welche Partei sie wählen. Auf der Facebook-Seite von HC Strache sowie in offenen und geheimen FPÖ-Gruppen werden weiterhin hasserfüllte, hetzerische und rassistische Postings verbreitet.

    Vor allem in der Skandal-Facebook-Gruppe „Wir stehen zu FPÖ!“ werden und wurden entsetzliche Postings verfasst. In dieser Gruppe sind und waren zahlreiche FPÖ-Funktionäre, für die es allesamt keine Konsequenzen gab, obwohl sie mutmaßlich strafbare Inhalte angesehen und zum Teil selbst gepostet haben.

    All diese Personen sind auch weiterhin Mitglieder der FPÖ und führen dort auch weiterhin ihre jeweiligen Funktionen aus. Der Staat Österreich und seine Verfassung basieren unter anderem auf einer unumstößlichen Distanzierung zum Nationalsozialismus.

    Deshalb fordert Heimat ohne Hass alle Wählerinnen und Wähler dazu auf, durch ihre Stimmabgabe die österreichische Demokratie zu stärken, und spricht in diesem Sinne eine Wahlempfehlung gegen die FPÖ und für alle anderen Parteien aus.

    Mutmaßlich waren in der Gruppe „Wir stehen zur FPÖ!“ folgende FPÖ Funktionäre aktiv:
    • FPÖ Bezirksobmann Pinzgau Markus Steiner
    • FPÖ Ortsparteiobmannstellvertreter Schattendorf/Bgld. Peter Tengler
    • Bezirksrat in Favoriten Konstantin Dobrilovic
    • FPÖ Bezirksvorsteher Stv. Christian Hein
    • Stellvertretender Schriftführer FPÖ Schwechat Odo Doeschl
    • Bezirkssekretärin FPÖ Hartberg-Fürstenfeld Karoline Gößl
    • FPÖ Landtagsabgeordneter Wien Udo Guggenbichler
    • FPÖ Stadtrat Graz Mario Eustacchio
    • Obmann FPÖ Lichtenwörth Heimo Borbely
    • Bezirksparteivorstandsmitglied Wr. Neustadt FPÖ Thomas Vaculik
    • Schriftführer RFJ Mödling + FPÖ Perchtoldsdorf, Kandidat für NR-Wahl Alexander Murlasits
    • FPÖ Gemeinderat Mautern Anton Brustbauer
    • Vorstandsmitglied der FPÖ Baden Eva Fliegenfusz
    • FPÖ Gemeinderat Weissenbach an der Triesting Herbert Gruber
    • FPÖ Bezirksparteileitung Imst Marion Senger van Rens
    • Stellvertretende Schriftführerin Bad Güssing Christa Roposa
    • AUF Schriftführer Rudolf Hannauer
    • Ortsparteiobmann Wr. Neudorf Werner Bechtold
    • Bundesobmann-Stellvertreter Peter Schmiedlechner
    • FPÖ Zell am See Andreas Giezinger
    • FPÖ Gemeinderat Hellmonsödt Wolfgang Molterer
    • FPÖ Nationalratsabgeordneter Venier
    • FPÖ Traiskirchen, Tanja Lennert
    • FPÖ Gemeinderätin Bad Fischau Andrea Kellner (Administrator der Gruppe)

  2. Lorax schreibt:

    Wenn die Würfel ihren Sinn verlieren, ist kein Spiel mehr möglich…..
    Antoine de Saint-Exupéry…

    darum gehe ich ungültig wählen..und bitte alle „protestwähler“ hiermit das selbige zu tun…
    alle die den hc das X geben, nur weil sie unzufrieden sind, sollten bedenken dass der teufel immer gute miene zum bösen spiel macht und das sagt was man hören will….sperrt die schlange aus dem paradies…
    gebt dem grösseren aller übel nicht die chance an die macht zu kommen… danke

  3. akinmagazin schreibt:

    blöd nur, daß wohl kein potentieller fpö-wähler das lesen wird. ja, „schlafen sie gut, herr tucholsky“, man muß ja trotzdem sagen, was notwendig ist, gesagt zu werden…

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