Grundlagen der Propaganda

Zum Start von FPÖ-TV möchten wir einen historisch bedeutsamen Mann zitieren, der sich so seine Gedanken zum Thema Propaganda, also Wahlkampf, gemacht hat…


„Jede Propaganda hat volkstümlich zu sein und ihr geistiges Niveau einzustellen nach der Aufnahmefähigkeit des Beschränktesten unter denen, an die sich zu richten gedenkt. Damit wird ihre rein geistige Höhe umso tiefer zu stellen sein, je größer die zu erfassende Masse der Menschen sein soll.“

„Die Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, jedoch die Vergesslichkeit groß. Aus diesen Tatsachen heraus hat sich jede wirkungsvolle Propaganda auf nur sehr wenige Punkte zu beschränken und diese schlagwortartig so lange zu verwerten, bis auch der Letzte unter einem solchen Wort das Gewollte sich vorzustellen vermag.“

„Das Volk ist in seiner überwiegenden Mehrheit so feminin veranlagt und eingestellt, dass weniger nüchterne Überlegung als vielmehr gefühlsmäßige Empfindung sein Denken und Handeln bestimmt.“

„Und schließlich müsse die Propaganda ihre Botschaft unablässig und ohne die geringste Veränderung wiederholen. Niemals dürfe sie auch nur den Hauch eines Zweifels an der eigenen Behauptung eingestehen oder die geringste Berechtigung in den Behauptungen der Gegenseite einräumen.“


Kursiv geschriebene Passagen stammen nicht aus dem Tagebuch von Herbert Kickl, sondern aus „Mein Kampf“ von Adolf Hitler.

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23 Antworten zu Grundlagen der Propaganda

  1. Blogplus schreibt:

    Wieder ein sehr sehr guter Beitrag. Vielen Dank dafür.

  2. mabogsibogsi schreibt:

    Ein absolut entlarvender Beitrag, der ganz ohne lange Beweisketten, Bildvergleiche und kopflastige Textanalysen auskommt. Und stattdessen umso eindeutiger den absoluen Gleichklang in den Plakaten des “Parteiobmanns der FPÖ” und den Worten des “Führers der NSDAP” sehr gut darstellt.

    Natürlich wäre eine Analyse der Slogans, Parolen u Bildsprache der Propaganda dieser beiden “Bewegungen” auch sehr spannend und mindestens so entlarvend.

    Meine Idee, wer der “historisch bedeutsame Mann” gewesen sein könnte war Joseph Göbbels, aber “Mein Kampf” ist natürlich ebenfalls eine Referenz, die an Deutlichkeit nicht zu wünschen übrig läßt. Auch wenn das Buch als Ganzes – zu Recht – verboten ist sind Passagen daraus sehr wohl zitierbar u eben sehr entlarvend, weil leider auch heute noch aktuell.

    Super gemacht, weiter so. Einzig das „historisch bedeutsamer Mann“ hätte ich unter Anführungszeichen gesetzt, um auch ganz sicher die Ironie darin zum Ausdruck zu bringen und nicht einen falschen Eindruck der Wertschätzung entstehen zu lassen …

  3. Neuromancer schreibt:

    „Auf Youtube und im Internet“
    Muahaha, ja genau, weil Youtube ja nicht im Internet ist…

  4. androidbajuware1608 schreibt:

    Ähmm … habt Ihr Euch auch schon mal die Mühe gemacht, die „Propaganda“ von Rot, Schwarz und grün zu „untersuchen“? Findet ihr darin auch „hitlerähnliche“ Schlagwortaussagen oder seitenlange wissenschaftliche Elaborate?
    Merke: Wenn 2 das Selbe tun ist es für Euch was ganz anderes. Sehr logisch. Werde mal den Kickl bitten, eine Wahlwerbung zu entwerfen, die soooo wenig IQ verlangt, dass Ihr die auch versteht.

    • Austurriki schreibt:

      Nein, eine derartige Propaganda konnte ich bei rot, schwarz und grün tatsächlich noch nicht feststellen. Wenn du FPÖ-Freak allerdings entsprechende Gegenbeispiele bringen möchtest, dann nur zu – wir warten gespannt.

      • bajuware1608 schreibt:

        „Flaggi fürs Gaggi“? 🙂
        Ansonsten ist es doch eine grundlegende Eigenschaft von Plakaten, Inhalte vereinfacht und schlagwortartig zu bringen. Bei allen – Ausnahme: km-lange chinesische Wandzeitungen . . .

      • Austurriki schreibt:

        Wie bitte? „Flaggi fürs Gaggi“ soll mit dieser Propaganda vergleichbar sein? Aber sonst gehts dir eh gut? Ich stelle fest, dass du natürlich keinen Beleg für deine dumme Behauotung erbringen kannst, was ja auch zu erwarten war.

      • androidbajuware1608 schreibt:

        Weisst du, anständige Schreiber kriegen ausführliche Antworten von mir.
        Agressive Dummschwätzer nicht.

    • Markus Kolović schreibt:

      Bechtold, red koan Blödsinn.

      • bajuware1608 schreibt:

        Was, Dich gibts immer noch hier?
        Nein, Kolovits, keine Angst – da mach ich Dir sicher keine Konkurrenz. Wäre ja fast unmenschlich, Dich im Einzigen, wast wirklich kannst, übertrumpfen zu wollen 😉

  5. User? Name. schreibt:

    Herr Bechtold, wenn Sie schon scheinbar das Ohr von Herrn Kickl besitzen – wäre es dann möglich, ihm vielleicht zu empfehlen, von dieser dumpfen Linie, die in der blauen Wahlwerbung vorherrscht, abzukommen?

    Vielleicht mal wirklich versuchen, konkrete sachpolitische Ideen zu transportieren (die auch umsetzbar sind)? Wäre in der österreichischen Politik mal eine Premiere, wenn man nicht nur leere Slogans (die ja, quer durch die Parteien, von „Für die Menschen“ bis hin zu „Sieben Jahre Volksschule und trotzdem nicht Bankdirektor? Der Tschusch is‘ schuld“-Niveau reichen)?

    Wäre das mal nichts? Medienberichte über FPÖ-Plakate, die NICHTS mit Verhetzung, Lügen oder rassistischen Schüttelreimen zu tun haben?

    • bajuware1608 schreibt:

      Sie haben recht – Wahlwerbung (aller Parteien und Länder), wie sie seit Jahrzehnten publiziert wird, ist manchmal ungustiös. Aber Usus. Und in der Regel wird sie ja „erklärt“ in diversen Fernsehauftritten, Flyern, lokalen Wahlveranstaltungen etc.
      Übrigens bedienen sich für die Plakatwerbung alle grösseren Parteien diverser, renommierter Werbeaganturen. Und die verwenden auch für „normale“ Produktwerbung immer „zuspitzende“ Slogans. „Das weisseste Weiss meines Lebens“, „zwingt grau raus, weiss rein“, „wia ers nur aushoit, der . . .“.
      Ich denke, es sind die Aussagen, die Eurem politischen Spektrum nicht gefallen. Und dann meckert man halt anAllem herum.
      Startet doch mal ne Kampagne „Mehr Seriosität bei den Werbeagenturen“ – da würd ich auch mitmachen.

  6. User? Name. schreibt:

    Das wird jetzt etwas länger. Bear with me.


    Übrigens bedienen sich für die Plakatwerbung alle grösseren Parteien diverser, renommierter Werbeaganturen.

    Ich komme ja selbst aus der Branche und durfte Bekanntschaft mit einigen Werbern machen, die in die Parteienwerbung involviert sind bzw waren – und deshalb erlaube ich mir, ihnen bedingt zu widersprechen.

    Parteienwerbung ist im Grunde klassische „spec work“ – man bekommt einen Katalog an Anforderungen vorgelegt, nach dem man tätig wird. Die Slogans, etc. kommen meist (Betonung meist) fix und fertig von den Parteien. Die Ausgestaltung wird dann (unter Berücksichtigung gewisser Vorgaben) der Agentur überlassen.

    Salopp ausgedrückt (zB am Beispiel des Plakates mit den Polizisten) bekommt die Agentur folgendes: „Auf das Plakat muss drauf: das HC-Logo, das FPÖ-Logo, der Slogan, das „Weil ich an euch glaube“. Foto vom HC und zwei Polizisten haben wir auch. Mach.“ Da wird die Agentur zum Hilfsarbeiter. Vielleicht darf sie die generelle Bildsprache aktueller Kampagnen (in diesem Fall „HC und die Zielgruppe“) mitgestalten, aber die Grundaussagen kommen (meist) von den Parteien selbst.


    Und die verwenden auch für “normale” Produktwerbung immer “zuspitzende” Slogans. “Das weisseste Weiss meines Lebens”, “zwingt grau raus, weiss rein”, “wia ers nur aushoit, der . . .”.

    Wobei man da schon differenzieren muss. Bei „das weißeste Weiß meines Lebens“ in einer Waschmittelwerbung wird man kaum an Xenophobie und (Achtung, überspitzt) „Rassenreinhaltung“ denken – bei „Daham statt Islam“, vor allem in Bezug auf Zuwanderer, tu‘ ich mir schon schwer, etwas anderes als Ressentiments gegen eine Kultur zu sehen.


    Ich denke, es sind die Aussagen, die Eurem politischen Spektrum nicht gefallen. Und dann meckert man halt anAllem herum.

    Die Aussagen? Bedingt. Ich komme ja selbst aus konservativem Hause. Und ein gewisser Grad an Traditionspflege und Wahrung der nationalen Identität ist für mich auch zu begrüßen.

    Aber dieses dumpfe Herumgedresche; dieses permanente „die anderen sind schuld“; diese absolut mangelnde Abgrenzung zu wirklich widerlichen Gedankengut; diese kindisch-beleidigte Art, auf Kritik zu reagieren (Beispiele: Karikaturen, Moscheen-Spiel, etc.); dieses scheinheilige Tarnen und Täuschen (die Kärntner müssen unter einem stillstehenden Landtag leiden, damit die Bundes-FPÖ ihren Wunsch nach einer Verfassungsklage gegen den ESM durchsetzen kann? Toll gedacht, werte Bundes-FPÖ. Zeigt, wie WURSCHT euch das Bundesland ist, in dem ihr via FPK eure größte Unterstützerbasis hattet); dieses Festhalten an Kriminellen und Korrupten (wobei da auch andere Parteien ein Problem damit haben); diese unreflektierte Schwarz-Weiß-Polemik – damit habe ich ein Problem.

    Und wenn man die Blauen dann mal nach Lösungen fragt, kommen entweder Allgemeinplätze oder aber abstruse Behauptungen (zB Steuermodelle, die im Endeffekt nur Verluste generieren können) – oder man wird beschimpft (ist mir zB auf Facebook durch einen Vertreter einer Landesgruppe passiert, den ich höflich nach einem Wahlprogramm bzw nach Lösungsvorschlägen der FPÖ zu aktuellen Problemen gefragt habe).

    Solange die FPÖ auf Rabauken-Niveau operiert, solange sie durch das Schaffen künstlicher Feindbilder versucht, sich zu profilieren, solange die FPÖ es nicht schafft, konkrete Modelle und Lösungen (nota bene: konkret) zu präsentieren, solange sie es nicht schafft, sich definitiv von allem alten Gedankengut abzuwenden – solange kann ich es nicht mit meiner Erziehung und meiner Weltsicht vereinbaren, die FPÖ gewähren zu lassen, zu unterstützen oder gar zu wählen.


    Startet doch mal ne Kampagne “Mehr Seriosität bei den Werbeagenturen” – da würd ich auch mitmachen.

    Dafür ist ein Polit- bzw. politisches Watchblog denkbar ungeeignet, oder?. Dafür gibt es den Werbe- bzw. Presserat.

    • androidbajuware1608 schreibt:

      Danke für ihre ausführliche Stellungnahme. Ich gebe Ihnen meine Antworten in Bezug auf Ausschnitte aus ihren Zitaten („…“)

      „Parteienwerbung ist im Grunde klassische „spec work“ -“
      Danke für diese Beschreibung der Arbeitsweise der Werbe-Agenturen. Ich habe selbst keinerlei Relations zu diesem Milieu. Dachte immer, der „Sloganfinder“ sei deren Hauptfunktion. Aber das betrifft wohl alle Parteien betrifft – vielleicht auch Waschmittelhersteller …

      „etwas anderes als Ressentiments gegen eine Kultur zu sehen.“
      Diese Ressentiments sind m.E. berechtigt. Diese „Kultur“ ist barbarisch. Habe selbst leidvolle Erfahrungen damit gemacht – keine Einzelfälle … systematisch.

      „Aber dieses dumpfe Herumgedresche; dieses permanente „die anderen sind schuld“; “
      DAS behaupten ALLE – Rot-Schwarz-Grün-Moslems-Eu-Gegner/- Freunde … part of the game.
      Und auf den „Blauen“ wird auch permanent dumpf und undifferenzeirt herumgedroschen,

      „diese absolut mangelnde Abgrenzung zu wirklich widerlichen Gedankengut“
      Wenn damit NS-Ideologien gemeint sind – Ok, widerlich. Aber auch innerhalb der FPÖ geächtet.

      „diese unreflektierte Schwarz-Weiß-Polemik – damit habe ich ein Problem“
      Ich auch. Und sie kommt von Links gegen Blau in einer schon fast rassistisch anmutenden Variante. Wahrheit ist manchmal schwarz oder weiss. Spekulationen sind grau .

      „kommen entweder Allgemeinplätze oder aber abstruse Behauptungen“
      Schade. Ich persönlich bemühe mich um Objektivität und Sachlichkeit („Berufskrankheit“).
      Hoffe, sie treffen auch noch auf profiliertere „Auskunftgeber“ als in Ihrem bedauerlichen Fall beschrieben.

      „Solange die FPÖ auf Rabauken-Niveau operiert, …“
      Dies empfinde ich als eine unzulässige Verallgemeinerung. Rabauken sind nicht FPÖ-spezifisch – siehe diverse „Antworten“ von bawekoll-Jüngern.

      „solange sie durch das Schaffen künstlicher Feindbilder …“
      Diese Feindbilder sind real. Ich habe sie persönlich bei beruflichen und privaten Aufenthalten in moslemischen Staaten erfahren müssen. Ein islamisiertes Österreich oder Europa wünschen Sie sich wohl auch nicht. Ein von Wirtschaftsflüchtlingen ausgesaugtes auch nicht. Die Verleugnung dieser, ich nenne es mal „Gefahren“, ist irrational.

      „solange sie es nicht schafft, sich definitiv von allem alten Gedankengut abzuwenden“
      Das tut sie. Bekennende Nazis sind bei der FPÖ absolut unerwünscht und werden entfernt. Aber nicht ALLES ALTE ist negativ. Die deutsche Geschichte umfasst grob gesagt 1200 Jahre (seit Karl dem Großen). Beinhaltet einen Goethe, Schiller, Leibnitz und viele positive Elemente mehr. Nazitum gab es 12 Jahre lang (1 %). Deutsch ist nicht gleich Nazi.

      Dafür ist ein Polit- bzw. politisches Watchblog denkbar ungeeignet, oder?.
      Fürs generelle Diffamieren von Millionen Menschen aber auch.

      • wonneproppen schreibt:

        ich fasse zusammen.

        moslems sind barbaren, und zwar alle. wer das nicht so sieht, ist ein irrationaler wirtschaftsflüchling, oder so.
        millionen von menschen werden NICHT von der fpö diffamiert.
        die fpö ist das opfer von dumpfem gedresche link-linker rassisten.
        an nazis streift die fpö noch nicht mal im traum an, die finden das ganz furchtbar gacki.
        waschmittelhersteller erfinden ihre werbeslogans vielleicht selber.

        na dann, rechts um, weiter machen…

      • User? Name. schreibt:


        „Parteienwerbung ist im Grunde klassische “spec work” -“
        Danke für diese Beschreibung der Arbeitsweise der Werbe-Agenturen. Ich habe selbst keinerlei Relations zu diesem Milieu. Dachte immer, der „Sloganfinder“ sei deren Hauptfunktion. Aber das betrifft wohl alle Parteien betrifft – vielleicht auch Waschmittelhersteller …

        Wie gesagt, bitte: Mir wurde das so zugetragen. Und zumindest bei jemandem wie dem Herrn Kickl kann ich mir nur schwer vorstellen, dass der sich von „Externen“ in der Grundaussage viel hineinreden lässt.


        „etwas anderes als Ressentiments gegen eine Kultur zu sehen.“
        Diese Ressentiments sind m.E. berechtigt. Diese „Kultur“ ist barbarisch. Habe selbst leidvolle Erfahrungen damit gemacht – keine Einzelfälle … systematisch.

        Das finde ich jetzt interessant. Ich war auch einige Zeit in muslimischen Ländern (auch im Hinterland) unterwegs (Mittelmeerraum, Asien) und habe nichts dergleichen gesehen. Vielleicht, wenn es keine Umstände macht, haben sie Beispiele parat?

        Und bitte bedenken sie: Ja, viele muslimische Länder sind rückständig, auch weil sie Jahrzehnte lang unter der Knute von Diktatoren gelebt haben. Aber viele sind im Umbruch begriffen. Und da *kann* auch was Gutes dabei rauskommen – auch wenn es unserer Hilfe bedarf. Richtiger Hilfe. Und nicht Truppen entsenden und fertig.


        Aber dieses dumpfe Herumgedresche; dieses permanente “die anderen sind schuld”; “
        DAS behaupten ALLE – Rot-Schwarz-Grün-Moslems-Eu-Gegner/- Freunde … part of the game.
        Und auf den „Blauen“ wird auch permanent dumpf und undifferenzeirt herumgedroschen,

        Damit habe ich mich wohl etwas mißverständlich ausgedrückt, mein Statement war auch schon in Bezug auf „Allgemeinplätze“ etwas später gemünzt. Deswegen werde ich jetzt auch auf Folgendes mit antworten.

        „kommen entweder Allgemeinplätze oder aber abstruse Behauptungen“
        Schade. Ich persönlich bemühe mich um Objektivität und Sachlichkeit („Berufskrankheit“).
        Hoffe, sie treffen auch noch auf profiliertere „Auskunftgeber“ als in Ihrem bedauerlichen Fall beschrieben.

        Viel profiliertere Auskunftgeber als HC Strache? Man sehe sich Interviews mit ihm an. Da kommen keine Lösungsvorschläge, keine durchgedachten Strategien. Da kommt „die EU ist schuld.“ Oder „der Euro ist schuld“.

        Aber (Achtung, etwas Polemik) hey, gerne – raus aus dem Euro, raus aus der EU. Das wird den einfachen Arbeiter dann freuen, wenn er jeden Monat 100,- weniger an Steuern abliefern muss – und wer ist dann schuld, wenn er ein Jahr später seinen Job verliert, weil die Firma doch lieber ins Ausland abwandert, weil der EU-Austritt wieder die Einfuhrzölle auf Rohmaterialien gebracht hat, die ein Weitermachen am Standort Österreich unrentabel machen?

        Ich werde das Gefühl nicht los, dass viele der „Strategien“, die von der FPÖ präsentiert werden, entweder a) nicht ordentlich durchgedacht sind und einfach erstellt wurden, um mit den Ängsten der Menschen zu spielen oder b) schlicht und ergreifend Wahnvorstellungen sind.


        „diese absolut mangelnde Abgrenzung zu wirklich widerlichen Gedankengut“
        Wenn damit NS-Ideologien gemeint sind – Ok, widerlich. Aber auch innerhalb der FPÖ geächtet.

        Damit meine ich nicht nur NS-Gedankengut. Damit ist Rassismus, Xenophobie, übertriebenes Provinzdenken, etc. im Allgemeinen gemeint – das ist kein NS-„Privileg“.

        Und damit schaut’s mit der Ächtung auch schon wieder finster aus. Denn diverse (nicht nur dieses) Blogs zB geben mehr als beredt Auskunft darüber, wie sehr Ungeist mit der FPÖ verzahnt ist (vielleicht auch in anderen Parteien, aber hier geht es konkret um das Lager rechts der Mitte).
        Dass jemand wie Susanne Winter nach ihren Sagern in einer Partei verbleibt (oder, wie in ihrem Fall, sogar noch von oberster Stelle ihre Aussagen verharmlost und verbrämt werden), ist Skandal genug.
        Dass Anhänger erwiesen rechter Burschenschaften in hohe Ämter gehievt werden, ebenfalls (nun gut, über die FPÖ und die Burschenschaften als treibende und tragende Kraft dahinter kann man ganze Bücher schreiben).
        Der unsägliche Karikaturenstreit ist doch dasselbe – hätte es da geheißen „ja, tut mir leid, Verwechslung, ich entferne das“ hätte es vielleicht eine Woche an Aufregung gegeben und die Sache wäre als weiterer „brauner Rülpser“ abgetan gewesen. Aber stattdessen wird an der abstrusen Behauptung „Diamanten“ festgehalten und die Causa in die Welt hinausgetragen. Das sind „Heimatpolitiker“, die dem Ansehen der Heimat schaden. In der Schule wäre das klare Themenverfehlung.


        „diese unreflektierte Schwarz-Weiß-Polemik – damit habe ich ein Problem“
        Ich auch. Und sie kommt von Links gegen Blau in einer schon fast rassistisch anmutenden Variante. Wahrheit ist manchmal schwarz oder weiss. Spekulationen sind grau .

        Und sie kommt von Blau gegen Links und Mitte, mit ebenfalls wirklich untergriffigen Meldungen. Ich glaube, wir werden uns hier nie einig, deswegen schlage ich in Bezug darauf ein „agree to disagree“ vor.


        „Solange die FPÖ auf Rabauken-Niveau operiert, …“
        Dies empfinde ich als eine unzulässige Verallgemeinerung. Rabauken sind nicht FPÖ-spezifisch – siehe diverse „Antworten“ von bawekoll-Jüngern.

        Ich spreche damit konkret das Verhalten von FPÖ-Spitzen in den Medien an. Ich meine damit auch die generelle Ausdrucksweise der Partei. Ganz ehrlich? Wenn man so den öffentlichen Wortmeldungen der FPÖ folgt, ist es einfach nur erschreckend, wie diese Partei agiert.

        Und von primitiven Äußerungen von „unserer“ Seite (also jetzt von den „Nicht-FPÖlern“) distanziere ich mich auch. Die helfen auch niemandem.


        „solange sie durch das Schaffen künstlicher Feindbilder …“
        Diese Feindbilder sind real. Ich habe sie persönlich bei beruflichen und privaten Aufenthalten in moslemischen Staaten erfahren müssen. Ein islamisiertes Österreich oder Europa wünschen Sie sich wohl auch nicht. Ein von Wirtschaftsflüchtlingen ausgesaugtes auch nicht. Die Verleugnung dieser, ich nenne es mal „Gefahren“, ist irrational.

        Wie ich oben bereits beschrieben habe – die Erlebnisse würden mich interessieren.

        Und ein islamisiertes Österreich oder Europa wünsche ich mir genau so sehr wie ein katholisches Österreich oder Europa. Bauvorschriften für Moscheen? Gerne. Aber dann auch Bauvorschriften für Synagogen, Tempel und Kirchen. Religion ist Privatsache und hat in Überlegungen der Öffentlichkeit nichts zu suchen. Von mir aus wohne ich gerne in einer Siedlung mit 17 Moslems, 14 Buddhisten, 5 Satanisten, 6 Zeugen Jehovas und zwei Satanisten zusammen, so lange sie ihre Religion untereinander leben und mich damit in Frieden lassen.

        Straches Herumgewedel mit dem Kreuz damals? Nicht weniger bedenklich und lächerlich als Moslems, die den Koran in der U-Bahn verteilen wollen oder die „Wachturm“-Verkäufer am Westbahnhof.


        „solange sie es nicht schafft, sich definitiv von allem alten Gedankengut abzuwenden“
        Das tut sie. Bekennende Nazis sind bei der FPÖ absolut unerwünscht und werden entfernt. Aber nicht ALLES ALTE ist negativ. Die deutsche Geschichte umfasst grob gesagt 1200 Jahre (seit Karl dem Großen). Beinhaltet einen Goethe, Schiller, Leibnitz und viele positive Elemente mehr. Nazitum gab es 12 Jahre lang (1 %). Deutsch ist nicht gleich Nazi.

        Na jetzt machen wir es uns aber einfach. „Bekennende Nazis sind unerwünscht“. Schön. Daraus könnte ich umgekehrt schließen, dass ich in der FPÖ durchaus ein (Achtung, polemische Überzeichnung) platter Rassist und Xenophober mit Ansichten von vor tausend Jahren sein kann, der am liebsten einen antimoslemischen Schutzwall an der Landesgrenze hochziehen würde – so lange ich keine nationalsozialistischen Motive und Ansichten vertrete? (Siehe dazu auch mein Statement weiter oben)

        „Nazi“ ist doch mittlerweile nur mehr ein Käppchen, das man jemanden aufsetzt – die ganze Ideologie vertritt/ versteht wohl kaum einer mehr. Und ich bin auch der Meinung, dass man das Wort zu inflationär verwendet und damit vielen Rechten auch nur in die Hände spielt und ihnen ein weiteres Argument dafür gibt, wie arm und verfolgt sie doch sind (Stichwort „Nazikeule“). Ein wenig Differenzierung täte der Sache gut.

        Aber das Kulturargument kann ich so nicht gelten lassen. Ich bezweifle stark, dass es den rechten Ideologen um die Bewahrung des „Erlkönigs“, der „Räuber“ oder der „Metaphysischen Abhandlung“ geht. Oder um das Andenken der Stauferkaiser.

        Nur so nebenbei: Ich bedanke mich schon mal für die interessante Diskussion – zeigt doch nur, dass man sich auch normal mit dem „anderen Lager“ unterhalten kann. Wir werden einander zwar nie von unseren Ansichten überzeugen können, aber wir müssen uns deswegen nicht auf „Deine Mudder!“-Niveau begegnen.

      • bajuware1608 schreibt:

        Auch ich möchte mich für das Niveau unseres Gedankenaustausches bedanken. Überzeugen kann ich Sie sicher nicht – aber vielleicht stellen wir noch fest, dass wir nicht soweit auseinander sein müssen, wie die Hardliner das gerne hätten.
        Umfassend antworten kann ich erst morgen – vorab einige Beispiele für meine kritische Einstellung zum Islam und zu „andersartigen Kulturen“. Rest folgt morgen abend.
        Vorab: ich kenne etliche Moslems und „anderskulturige“ ;-),
        Die ich sehr schätze und achte. Und, ich versuche immer, mit den Leuten auf „ihrer Ebene“ in Kontakt zu treten.
        Im Berufsleben:
        MA tragen blutige interne Machtkämpfe untereinander aus. Erklärung: Brauch. Erlebt in 2 Firmen in D.
        Männer behandeln Frauen wie Eigentum, ansonsten wie Dreck. Moslemische wie andere.
        Interne Türkenchefs halten „Zuarbeiter“ wie Slaven, verlangen einenTeil ihres Lohns.
        Senegalesische Vorabeiter prügelten ihre Untergebenen wie Tiere. Grund: ist ganz normal.
        Nordafrika: Selten so viele besofffene Sadisten getroffen wie dort.
        Lügen: Normal gegenüber Ungläubigen.
        Privat auf Reisen:
        Lügen und Frauenbehandlung wie oben.
        Türkei: – mit Schüssen aus dorf getrieben worden während Motorradtour (30 km hinter Alanya)
        – von Dorfmob gefangen genommen, von Imam befreit. Ort unweit oben.
        Unglaublich brutales Verhalten gegenüber Tieren.
        Halbtot geprügelter Hoteldieb. Menschenverachtende Selbstjustiz.
        Ägypten: Trinkgelderpressungen in Situationen, wo man auf die „Einheimischen“ absolut angewiesen war.
        Liste unvollständig, tw. weitere Kombinationen bereits angeführter Fehlverhalten.
        Ich habe, besonders auf Reisen, aber auch viel Positives erlebt mit Moslems. Tw Situationen, die in unseren Breiten nicht so gut gegangen wären.
        Grundsätzlich ist der Islam durch seine Kombination von Religion, Staatslehre und eigenem Rechtssystem (All in one) ein krasser Widerspruch zu Demokratie und Gewaltentrennung.
        Mögen mir all jene dutzende Moslems, mit denen ich einwandfreie Kontakte hatte und habe, meine Aufzählung und Einstellung verzeihen. Aber gerade DIESE sind ja oft die heftigsten Kritiker ihrer eigenen Glaubensgenossen. So der ehemalige malinesische Kurzzeit-Finanzminister und seine malinesische Frau, die mit ihren Kindern aus dem Land flüchten musste, Gefahr der Steinigung wegen „weltlicher Lebensweise“. Sie wurde dann in Frankreich Integrationsbeauftragte. Ich kannte beide nur privat, aber sehr gut.
        Eine sozialromantische Verklärung und Verniedlichung der dem Islam innewohnenden Risiken ist einfach falsch. Seine Hegemonie in Europa wäre dessen Untergang. Seine Einstellung zu Andersgläubigen ist menschenverachtend und sollte von der Uno geächtet werden. DAS ist meine PERSÖNLICHE MEINUNG und nicht die Parteilinie der FPÖ, die zu vertreten ich gar nicht ermächtigt wäre. Sie soll keinesfalls eine Beleidigung dieser Religion darstellen, nur meine persönliche Sichtweise. In diesem Sinne . . .
        Ja. Den Koran habe ich gelesen. Aber nur teilweise.
        Und – ich will hier keine Glaubensdiskussion entfachen. Nur meinen persönlichen aktuellen Wissensstand dazu schildern.
        Übrigens: Moslems dürfen ungestraft öffentlich zum „Krieg“ gegen Andersgläubige aufrufen. Unsereins bei jeder Kritik am Islam sofort am Pranger. Das sollte nicht so sein.

    • wie blau muss man sein um blau zu wählen schreibt:

      Sehr gute Stellungnahme. Aber was bleibt der FPÖ noch, nachdem Stronach das Thema EU-Austritt oder Austritt aus der Euro-Zone an sich gerissen hat und viele Protestwähler damit gewinnen konnte.
      Ich finde es aber gut, dass die FPÖ immer deutlicher ihr Gesicht zeigt und ständig vorexerziert, dass sie außer gegen Ausländer, Emigranten und Andersdenkende zu hetzen, nichts auf dem Kasten hat. Damit nimmt sie sich von selbst die Chance, in nächster Zeit für Koalitionen als Partner in Betracht zu kommen. Hoffentlich auch nicht für die ÖVP, da sich Spindelegger bei Journalisten-Fragen vor einer klaren Distanzierung drückt.
      Einen eingefleischten FPÖ-Anhänger zu überzeugen, dass diese Partei alles andere als das Wohl der Wähler im Auge hat, ist vergeblich. Die sind meist beratungs- und bildungsresistent.
      Zudem muss man unserer Justiz die Chance geben, den Misthaufen, den uns die Schüssel-Regierung mit tatkräftiger Mithilfe von FPÖ und BZÖ hinterlassen hat, aufzuräumen.

      • bajuware1608 schreibt:

        @ wonneproppen:
        Das war keine Zusammenfassung, sondern eine Wiederholung von Vorurteilen.
        @ wie blau . . . :
        1. An „Überausländerung“ sind schon ganz andere Staaten und Systeme kaputt gegangen – siehe Geschichtsunterricht der Volksschule. Ausländer gibt es in Österreich 10 000 – de, die herzlich willkommen sind. Weil sie sich richtig verhalten. Gesindel alerdings brauchen wir nicht zu importieren.
        2. Die FPÖ hat ein volles, staatstragendes Komplettprogramm für alle Bereiche. Kann auf der Homepage heruntergeladen werden.
        3. FPÖ-ler seien „beratungs- und bildungsresistent“: jaja, jeder gute Linksfaschist lebt von seinen Vorurteilen und indoktrinierten Klischees. Beispiel: Sind sie selbst zu „. . . – resistent“, um die Argumente der FPÖ zu verstehen? EINbildung ist die billigste Art von Bildung. Überheblichkeit ist die dümmste Voraussetzung, einen politischen Gegner zu bekämpfen. Pseudo-Intellektuelle entstehen aus dieser Verbindung.
        Ich selbst habe bisher den grössten Teil meines Lebens im Ausland verbracht . . . arbeitend.
        Aus diesen Erfahrungen heraus habe ich vollstes Verständnis für die Haltung der FPÖ z.B. zu Ausländern: Gute – ja, Schmarotzer und kriminelle – nein.
        Aus meiner Tätigkeit als internationaler Industrie-Berater, Optimierer und Sanierer ebenso.
        Also – ich weiss sehr genau, warum ich politisch so aufgestellt bin.
        Ich habe moslemische, chinesische, schwarzafrikanische Freunde. Bin also ein typischer, resistenter Rassist.
        Oh mei, ihr armen gehirngewaschenen Zwutschgerln . . .

  7. androidbajuware1608 schreibt:

    @ User? Name.
    Fortsetzung:
    „Wie gesagt, bitte: Mir wurde das so zugetragen. „
    Ach so … zugetragen. Könnte dann natürlich auch eine Ausrede des „Zutragenden“ sein. Lassen wirs mal so stehen – genau wissen wir es nicht
    „Und zumindest bei jemandem wie dem Herrn Kickl kann ich mir nur schwer vorstellen, dass der sich von “Externen” in der Grundaussage viel hineinreden lässt.“
    Und schon wieder mal geht man im Zweifel von der negativeren Variante aus – dem mächtigen Alleinformuierer Kickl. Stimmt so nicht.

    „Vielleicht, wenn es keine Umstände macht, haben sie Beispiele parat?
    Schon gepostet. Bitte, gehen Sie aber davon aus, dass es bei mir nicht genügen würde, anhand von etlichen schlechten Beispielen eine Gesamtheit negativ zu beurteilen. Es gibt auch jede Menge „Fehlverhalten“ im abendländischen Kulturbereich also müsste ich dann auch gegen DEN sein.
    „Und da *kann* auch was Gutes dabei rauskommen – auch wenn es unserer Hilfe bedarf. Richtiger Hilfe. Und nicht Truppen entsenden und fertig.“
    Voll einverstanden. Denen DORT zum Umdenken helfen.

    „Viel profiliertere Auskunftgeber als HC Strache? Man sehe sich Interviews mit ihm an. Da kommen keine Lösungsvorschläge, keine durchgedachten Strategien.“
    Tue ich. Vorgehensweise der „Interviewer“ ist stereotyp immer die selbe:
    HC auf „Fehler“ der Vergangenheit ansprechen, auf „solche“ von anderen FPÖ-lern, auf rechtsextreme Tendenzen in anderen Ländern, kurz, er wird laufend in eine „Muss-Verteidigung“ gedrängt. Klar. So kommt er nicht zum Verkünden der FPÖ-Inhalte, denn davor haben die anderen Parteien ja Angst. Und dann kann man ihm wieder „Inhaltsleere“ vorwerfen. Infam.
    Gehen sie doch bitte mal auf eine FPÖ-Veranstaltung, bei der er frei sprechen kann. Sie werden sich wundern, wieviel Lösungsvorschläge und durchdachte Strategien er dort bringt.

    „Aber (Achtung, etwas Polemik) hey, gerne – raus aus dem Euro, raus aus der EU. Das wird den einfachen Arbeiter dann freuen, wenn er jeden Monat 100,- weniger an Steuern abliefern muss – und wer ist dann schuld, wenn er ein Jahr später seinen Job verliert, weil die Firma doch lieber ins Ausland abwandert, …“
    Die großen Firmen (unter denen ich auch Kunden habe) bereiten sich schon seit 2 Jahren auf ein Zerbrechen der Eurozone vor, um auch dann ungestört weiter arbeiten zu können. Sie brauchen ALLE Märkte und Standorte. Auch in nicht-EURO-Ländern lässt es sich gut leben und arbeiten (Norwegen, Dänemark, England,Schweiz uvm.).
    „Ich werde das Gefühl nicht los, dass viele der “Strategien”, die von der FPÖ präsentiert werden, entweder a) nicht ordentlich durchgedacht sind und einfach erstellt wurden, um mit den Ängsten der Menschen zu spielen oder b) schlicht und ergreifend Wahnvorstellungen sind.“
    Sie spielen im obigen Beispiel – raus aus dem Euro – selbst mit solchen Ängsten.
    Angst lähmt. Man muss den Menschen angst nehmen und Hoffnung geben.

    „Damit meine ich nicht nur NS-Gedankengut. Damit ist Rassismus, Xenophobie, übertriebenes Provinzdenken, etc. im Allgemeinen gemeint – das ist kein NS-”Privileg”.
    … wie sehr Ungeist mit der FPÖ verzahnt ist (vielleicht auch in anderen Parteien, aber hier geht es konkret um das Lager rechts der Mitte).“
    … künstlich (so auch hier) verzahnt wird – aber ziemlich zahnlos 😉

    „Dass jemand wie Susanne Winter nach ihren Sagern in einer Partei verbleibt (oder, wie in ihrem Fall, sogar noch von oberster Stelle ihre Aussagen verharmlost und verbrämt werden), ist Skandal genug.“
    Nehmen wir doch gleich noch Frau Sabaditsch-Wolff dazu. Auch deren Aussagen (sie ist tw. in solchen Ländern aufgewachsen) wurden ihr schwer angekreidet. Und noch den Deutschen Ulfkotte, langjähriger Korrespondent in islamischen Staaten.
    Solche Menschen dürfen nicht sagen, was sie wissen, denken, am eigenen Leib erfahren haben, weil es nicht in den derzeitigen Mainstream passt. Vor allem fürchtet man wohl ein Ausbleiben der Öllieferungen, was der europäischen Wirtschaft zumindest kurzfristig enorm schaden würde.

    „Dass Anhänger erwiesen rechter Burschenschaften in hohe Ämter gehievt werden, ebenfalls (nun gut, über die FPÖ und die Burschenschaften als treibende und tragende Kraft dahinter kann man ganze Bücher schreiben).“
    Bin schon gespannt auf das Buch – ich kaufe es (hier hat mich der Polemik-Ungeist angestupst).

    „Der unsägliche Karikaturenstreit ist doch dasselbe – hätte es da geheißen “ja, tut mir leid, Verwechslung, ich entferne das” hätte es vielleicht eine Woche an Aufregung gegeben und die Sache wäre als weiterer “brauner Rülpser” abgetan gewesen.“
    Aha. Wenn man sich -zugegebenermassen etwas ungeschickt – gegen die Anschuldigung eines „braunen Rülpsers“ wehrt, ist man ‚böse‘. Also sollen Blaue sich widerstandslos abwatschen lassen?
    (hier ebenfalls nicht ohne Polemik – sorry)

    „deswegen schlage ich in Bezug darauf ein “agree to disagree” vor.“
    Agreed.

    „Ich spreche damit konkret das Verhalten von FPÖ-Spitzen in den Medien an. Ich meine damit auch die generelle Ausdrucksweise der Partei. Ganz ehrlich? Wenn man so den öffentlichen Wortmeldungen der FPÖ folgt, ist es einfach nur erschreckend, wie diese Partei agiert.“
    Die FPÖ spricht Klartext. Ohne leere Worthülsen. Die helfen auch niemandem.
    „Und ein islamisiertes Österreich oder Europa wünsche ich mir genau so sehr wie ein katholisches Österreich oder Europa.“
    Schon mal Lust gehabt, in einem bestehenden islamischen Staat zu LEBEN, also arbeiten usw., mit Familie? Ich nicht (mehr). Erläuterungen dazu siehe vorheriger Text von mir, am Artikelende.
    „Straches Herumgewedel mit dem Kreuz damals?“
    Da erwischen Sie mich kalt. Ich kenne das nicht, weiß nichts davon. Was meinen sie, bitte?

    „Daraus könnte ich umgekehrt schließen, dass ich in der FPÖ durchaus ein (Achtung, polemische Überzeichnung) platter Rassist und Xenophober mit Ansichten von vor tausend Jahren sein kann, …“
    Das ist mehr als eine polemische Überzeichnung
    „“Nazi” ist doch mittlerweile nur mehr ein Käppchen, das man jemanden aufsetzt – die ganze Ideologie vertritt/ versteht wohl kaum einer mehr. „
    Dooooch! Bawekoll! Die haben das alles live erlebt. (auch Polemik.)
    „… Ein wenig Differenzierung täte der Sache gut.“
    Eine klare Trennung täte der Sache gut. Es ist ein Unding, dass links-links laufend jene Menschen, die nimmermüde bestätigen, nix mit Nazitum am Hut zu haben, als Nazis brandmarken will.
    Ein „richtiger“ Nazi wäre wohl eher stolz darauf und würde dies auch öffentlich kundtun – oder völlig unauffällig im Untergrund seine Dummheiten weiterschmieden.
    „Aber das Kulturargument kann ich so nicht gelten lassen.“
    Da haben wir uns missverstanden. Das war nicht als „Kulturargument“ gedacht.
    Ehrlich gesagt, ich würde es mal begrüßen, mit Menschen Ihres Kalibers Mal im Rahmen einer gepflegten, auch öffentlichen Diskussion, Auge in Auge und in Wechselrede, unsere Gedanken weiter austauschen zu können. Nicht dass ich zu faul zum Schreiben wäre – „Übers Reden kommen die Leut zusammen“ – sicher nicht in vielen Punkten inhaltlich, aber zumindestens menschlich. Und das wäre schon ein großer Erfolg.

  8. blbla schreibt:

    “Das Volk ist in seiner überwiegenden Mehrheit so feminin veranlagt und eingestellt, dass weniger nüchterne Überlegung als vielmehr gefühlsmäßige Empfindung sein Denken und Handeln bestimmt.”
    Was soll denn dieser Bullshit? War das Zitat wirklich notwendig für eure Analyse?

  9. belgma schreibt:

    Hat dies auf belgma rebloggt und kommentierte:
    wunderbar entlarvend und zugleich erschreckend!

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