Ist der Ruf erst ruiniert?

(ursprünglich am 27.05.2011 veröffentlicht)

Welchen Ruf wir meinen? Den Ruf der Linzer FP-Gemeinderatsfraktion.

Der ist ja durch 3 Mitglieder etwas „angepatzt“ und braun gefleckt.

Zunächst wäre da mal Detlef Wimmer:

Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins NEWS (23. 7. 09) wurde dem oberösterreichischen RFJ-Vorsitzenden und nunmehrigen FPÖ- Spitzenkandidaten bei den Linzer Gemeinderatswahlen, Detlef Wimmer, aufgrund seiner „Kontakte“ zum neonazistischen BFJ seitens des Heeresabwehramtes die Zuverlässigkeit entzogen, was das Ende seiner Offizierskarriere bedeutet habe. Gegenüber dem Kurier (21. 7. 09) bestreitet Wimmer den Wahrheitsgehalt der NEWS-Enthüllung und spricht von einer „gesteuerten Intrigen-Kampagne gegen die Freiheitlichen“. Es sei aber richtig, dass er „Personen kenne, die im BfJ aktiv tätig gewesen sein sollen“.

(Quelle: kellernazisinderfpoe.at)

Dann Horst Rudolf Übelacker:

Horst Rudolf Übelacker, Jurist und Volkswirt, geboren am 26. März 1936 in Karlsbad, war früher wohnhaft in Garching bei München, lebt seit seiner Pensionierung in Linz. Übelacker war zunächst Stellvertreter, von 1996 bis 2006 Bundesvorsitzender des Witikobundes, einer Organisation im Spektrum der sudetendeutschen Landsmannschaft, bei welcher der deutsche Verfassungsschutz „rechtsextreme Bestrebungen“ feststellte.

Trotz beruflich exponierter Position hatte Übelacker keine Scheu mit eindeutig rechtsextremen Organisationen zusammenzuarbeiten. Inhaltlicher Schwerpunkt seiner Referententätigkeit waren und sind Europapolitik und ihre Bedeutung für die Anliegen der Revanchismus. So war Übelacker in den 90er Jahren Referent bei ultrarechten und rechtsextremen Organisationen, 1992 bei der Burschenschaft Danubia und dem Gesamtdeutschen Studentenverband, 1994 beim Verein Kultur und Zeitgeschichte, 1995 bei den 4. Kulturtagen des Kulturwerks Österreich, welches alljährlich die Ulrichsberg-Treffen von ehemaligen SS-Angehörigen in Kärnten organisiert.

(Quelle: KPÖ Oberösterreich)

Und last but not least Sebastian Ortner:

Unter dem Namen Sebastian Müllegger Führungskader neonazistischer Gruppen (z. B. „Kameradschaft Linz“ der „Heimatverbundenen Jugend“), wird in einem Schreiben von Gottfried Küssel als „stellvertretender Kameradschaftsführer“ der VAPO bezeichnet, Referent beim 1998 behördlich aufgelösten „Verein Dichterstein Offenhausen“, stellvertretender Obmann des freiheitlichen Tarnvereins „SOS Abendland“.

(Quelle: kellernazisinderfpoe.at)

Das man sich in dieser Gesellschaft nicht mehr besonders geniert beweist…

Ein Patriot durch und durch, der die Liebe zu seinem Land auch auf seinem Körper verewigt.

Manfred Pühringer gibt diese Bilder jedem Preis, dessen Freundschaftsanfrage er bestätigt, so wie in unserem Fall.

Auf seiner Pinnwand gibt er sich gern mal „politisch inkorrekt“, wie es ja zum guten Ton von FPÖ-Politikern gehört. Einige Beispiele:

Videolink: http://www.youtube.com/watch?v=J1SclpnDdNw&feature=share

Videolink: http://www.youtube.com/watch?v=MIasdNJV1MA&feature=player_embedded

Gemeint ist Robert Eiter, Mitbegründer der Welser Initiative gegen Faschismus und des OÖ. Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

Link: http://sosheimat.wordpress.com/2011/03/18/turken-googeln-gerne-nach-kinderpornos/

Link: http://sosheimat.wordpress.com/2011/01/26/o-z-kann-er-schon-lesen/

Videolink: http://www.youtube.com/watch?v=EVWaOcDfL9A

Bild größer:

Er beweist auch Musikgeschmack, neben vielen guten Oldies und vielen Nummern der Böhsen Onkelz finden sich auch zwei musikalische Perlen.

Videolink: http://www.youtube.com/watch?v=Idu3kB8_r90

Annett Müller ist eine der populärsten „nationalen Liedermacherinnen“.

Infos zu ihr: http://de.wikipedia.org/wiki/Annett_M%C3%BCller

Videolink: http://www.youtube.com/watch?v=phWuNtQBVAo&feature=share

In diesem Video ist das Lied „Heimat“ der Rechtsrockband „Sturmwehr“ verarbeitet.

Infos zu Sturmwehr: http://de.wikipedia.org/wiki/Sturmwehr

Textauszug:

Deutsche Heimat – deutscher Sang, deutsche Sprache – mein Gott wird mir bang. Deutsche Jugend – deutsche Ehr, Deutschland noch zu lieben fällt manchmal schwer. Deutsche Ideale und deutscher Geist – deutsche Geschichte, die man zerreißt. Doch steh ich immer noch treu zu Dir, wie Du mein Deutschland so hoff ich zu mir.

Diskussionen gab es reichlich, das ja. Vergangen sind die Tage und so manches Jahr. Hausdurchsuchungen, man wurde kriminalisiert. Du glaubtest sicherlich, ich hätte mich verirrt. Doch nein, mein Vater, nein so ist es nicht. Es ging wie heute auch damals um Deutschland, unser aller Pflicht. Es ist nicht leicht diese Gesinnung in die Welt zu tragen, doch ich werde niemals weichen, würde es niemals wagen.

Doch nun zur Freundesliste, auf der neben Bekannten von Susanne Winter

…sich an erster Stelle der Freundesliste folgender Herr findet.

Achilles Homer

Das, noch nicht verdächtige, Profilbild in groß:

Interessant wird es im Infobereich von Herrn Homer.

Laut Eigenaussage also der Besitzer und Betreiber der Website aryannationalist.com.

Seine Fotos untermauern seine „arisch nationalistische“ Gesinnung.

Eine lokale rechte Größe findet sich auch in der Freundesliste.

Robert Faller

Robert Faller, Gründer und Bundesgeneralsekretär der Nationalen Volkspartei (NVP).

Die NVP wollte bei den oberösterreichischen Landtagswahlen 2009 antreten,  jedoch wurde seitens der Behörden ein Antrittsverbot erteilt.

Ein Grund dafür ist ein Plagiatsvorwurf.

Große Teile des Parteiprogramms wurden quasi eins zu eins einem Lehrplan der SS von 1944 entnommen.

(Quelle: Wikipedia)

Faller ist zur Zeit eine Ein-Mann-Partei die auf Facebook mit folgendem hausieren geht.

Das Symbol im Zentrum, ist das der NVP.

Außerdem versucht er momentan 1000 Euro für eine neue Kampagne zu lukrieren.

Neunmillimeter.info ist übrigens noch verfügbar, wird wohl erst angekauft.

Um Missverständnise zu vermeiden, wir stellen uns klar gegen Pädophilie, aber der rechte Rand benutzt dieses Thema stets zu populistischen Zwecken und Lynchjustiz ist mit Sicherheit keine Lösung.

Auch ein bisschen lokale Berühmtheit erreicht hat…

Harald Haas

„Immer wieder aufs Neue wird die FPÖ von ihren personellen Verstrickungen mit der offen rechtsextremen Szene eingeholt, wie im Zusammenhang mit dem seit Mai 2008 in Wels laufenden Prozess gegen fünf wegen Verstoß gegen das Verbotsgesetz angeklagten Aktivisten des Bundes Freier Jugend (BFJ) deutlich wird“, meint KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner.

Bei der Verhandlung am 17. September 2008 wurde festgestellt, dass der stellvertretende FPÖ-Betriebsrat der voestalpine Harald Haas (Jahrgang 1981), am „Tag der volkstreuen Jugend“ 2005 auf Schloss Hochscharten und 2007 in Sankt Johann im Pongau beteiligt war. In seinem Auto wurde von der Exekutive eine schwarz-weiß-rote Fahne mit dem Aufdruck „Nationaler Widerstand“ in Frakturschrift sichergestellt, welche freilich laut seinen Behauptungen nicht Haas gehört habe, weil noch andere Personen mitgefahren seien.

Bemerkenswert ist vor allem aber die Aussage von Haas: „Ich sehe keinen Unterschied zwischen BFJ und FPÖ“. Der Voest-Betriebsrat agiert auch als „graue Eminenz“ rechtsextremer Fans die provokatorisch in der Fußballszene agieren und wurde auf der Tribüne auch gemeinsam mit dem FPÖ-Nationalratsabgeordneten Werner Neubauer gesichtet. Die KPÖ fordert den ÖGB auf, Haas wegen seiner mit dem antifaschistischen Auftrag im Statut des ÖGB unvereinbaren offensichtlichen rechtsextremen Verstrickungen aus der Gewerkschaft auszuschließen.

(Quelle: KPÖ Oberösterreich)

Ein Profilbild, das Haas mal benutzte.

Der Mann, der in dieser Fotomontage den Kopf von Harald Haas küsst, ist der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad, der durch seinen Antisemitismus und fortgesetzte Holocaustleugnung, in rechtsextremen Kreisen sehr beliebt ist.

Auf dem Sommerfest des BFJ 2007 waren auch Gottfried Küssel und Felix Budin anwesend, die zur Zeit als mutmaßliche Drahtzieher hinter alpen-donau.info in U-Haft sitzen.

Derselbe Gottfried Küssel der Sebastian Ortner (Mühlegger) als stellvertretenden Kameradschaftsführer der VAPO titulierte.

Zum Abschluss noch eine eigentümliche, wie auch beunruhigende Facebookfreundin von Manfred Pühringer.

Profilbild groß:

Eigentümliche Pinnwandeinträge…

…die uns deshalb beunruhigen, da es sich bei Carina Badergruber, nach Analyse ihres Facebookprofils, höchstwahrscheinlich um eine österreichische Polizeibeamtin im Aussendienst handelt!

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10 Antworten zu Ist der Ruf erst ruiniert?

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  5. tineye.com schreibt:

    Das Bild über dem text „Eine lokale rechte Größe findet sich auch in der Freundesliste“ ist übrigens von http://en.wikipedia.org/wiki/Joachim_Peiper

  6. Markus Dresch schreibt:

    Interessant, wie schwer sich die Deutschtümler mit der deutschen Rechtschreibung tun…

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